RAAD Research

Dezember 2012

Potenzial für Optimierung in Planungsprozessen der Automotive-Industrie

SAP-Anwender aus der Automotive-Industrie sehen sich bei ihren Produktionsplanungsprozessen besser aufgestellt als der Durchschnitt über alle Branchen. Dies ergab eine Umfrage von RAAD Research im Auftrag des APS- und SCM-Spezialisten ORSOFT GmbH im Sommer 2012 bei 250 Unternehmen aus der Konsum- und Investitionsgüterindustrie mit mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz.

Veränderungen in der realen produktionslogistischen Welt, wie z.B. neue Produktionstechnologien, die zunehmende Komplexität von Produktionsprozessen, die aus kürzeren Lieferzyklen erwachsende Fragilität von Lieferketten, die zunehmende Modularität der Fertigung und die wachsende Dynamik im Nachfrageverhalten, erfordern geeignete Planungssysteme. Veränderte Einflussfaktoren und eine wachsende Änderungsfrequenz der Rahmenbedingungen, wie z.B. volatile Rohstoffpreise, Transportkosten und Wechselkurse, erzeugen bei produzierenden Unternehmen den Wunsch nach einer schnellen und flexiblen Systemunterstützung mit kurzen Antwortzeiten. Der Frage, welche der durch eingeführte SAP-ERP-Systeme bereits unterstützten planerischen Geschäftsprozesse im Kontext der wachsenden Herausforderungen trotz der vorhandenen Systemunterstützung noch verbesserungswürdig sind, ging eine Umfrage von RAAD Research nach.

[Verbesserungswürdige Prozesse] Verbesserungswürdige Prozesse

Viele Unternehmen haben trotz eingeführter SAP ERP Software noch Herausforderungen in ihren Planungsprozessen identifiziert. So sieht ein Drittel aller befragten Unternehmen die strategische und mittelfristige Produktionsplanung als verbesserungswürdig an. Auf Rang der Angaben zwei folgt knapp dahinter die kurzfristige Produktionsplanung und -steuerung. Während diese Rangfolge bei den Unternehmen aus der Automotive-Industrie bestätigt wird, fühlen sich die befragten Unternehmen dieser Branche nach eigener Einschätzung in ihren Planungsprozessen besser aufgestellt. Nur etwa ein Viertel sieht die Strategische und Taktische Planung trotz produktiv eingesetzter SAP-Lösungen noch als verbesserungswürdig an und nur jeder fünfte Befragte die Operative Produktionsplanung.

Entscheidend für eine gute Befriedigung der neuen Anforderungen ist die IT-Landschaft. Durch die Entwicklung schnellerer Hardware mit Multi-Core-Prozessoren und auf RAM-Datenbanken beruhender In-Memory-Systeme kann die Qualität von Planungsprozessen heute entscheidend verbessert werden. Dabei existieren gegenüber Lösungsvarianten, welche die gesamte betriebswirtschaftliche Plattform modifizieren, hohe Qualitätsansprüche und eine gewisse Skepsis, weil das Risiko einer Störung der SAP ERP Plattform weitreichende Konsequenzen hätte.

ORSOFT hat dagegen mit zertifizierten Planungs-Add-Ons für SAP ERP schnelle Erfolge realisiert. So zieht die SAP-endorsed business solution ORSOFT Manufacturing Workbench zur simultanen Material- und Multiressourcenplanung eine Modellkopie aus dem SAP ERP System in den RAM des Nutzer PC, so dass dort interaktiv geplant und simuliert werden kann. Die Ergebnisse werden in Übereinstimmung mit dem SAP ERP Berechtigungskonzept und Konsistenzprüfungen anschließend zurück geschrieben. Dabei bleibt die Plattform unangetastet. Die Lösungen können spezifisch auf die jeweiligen wettbewerbsrelevanten Geschäftsprozesse zugeschnitten werden. So ist bei der ZF Friedrichshafen AG eine In-Memory-Lösung zum Nivellieren und Glätten im Einsatz, die zu einer hohen Lieferzuverlässigkeit und geringeren Lagerbeständen führt. Die Alupress AG, Dura Tufting GmbH, Emitec GmbH, Georg Fischer, Kautex Textron und Umicore AG nutzen In-Memory Add-Ons von ORSOFT für SAP ERP zur Operativen Planung, wobei Planungsergebnisse innerhalb weniger Sekunden vorliegen.