Nivellierung

Um die Bedarfe kapazitiv zulässig einzuplanen muss man "nivellieren". Die Lösung dieser Aufgabe kann man durch automatische Überführung eines SAP ERP / SAP S/4HANA Modells in ein gemischt ganzzahliges lineares Optimierungsproblem erreichen. In diesem Modell steuern Parameter die Gewichtung der gegensätzlichen Ziele wie Termineinhaltung und Gleichverteilung von Montagegruppen.

[Ergebnis der Optimierung]Bild 1: Ergebnis der Optimierung

Als Resultat des Optimierers erhält man eine maximal ausgelastete Produktion. Einige Aufträge werden zu früh, andere zu spät produziert. Es gibt eine Menge von Aufträgen (Vorrat), die nicht eingeplant werden konnten. Nun beginnt die eigentliche Aufgabe des Planers. Er kann in Absprache mit der Produktion Kapazitäten (rote waagerechte Linie) verändern, Aufträge tageweise innerhalb der Kapazitätsgrenzen und mit dem Vorrat vertauschen, Intervalle von Aufträgen verändern usw.

[manuelle Pflege]Bild 2: manuelle Pflege

Der Nutzer packt mit der Maus (Verschieben per "Drag&Drop") einen Auftrag am 06.10. und sieht als großes hellgrünes Rechteck oben das Zeitintervall markiert, in dem dieser Auftrag zulässig eingeplant werden kann. Es ist leicht zu erkennen, dass der Optimierer den Auftrag außerhalb des Intervalls (zu spät) eingeplant hatte. Die "Strafe" für eine Kundenterminverletzung war dem Optimierungsprogramm nicht hoch genug. Der Kundentermin kann also nicht mehr eingehalten werden. Durch manuelles Umsortieren kann bei kritischen Aufträgen eine termintreue Planung auf Kosten der Nivellierung erzwungen werden.