OP-Planung und OP-Monitoring

Die OP-Planung nimmt in vielen Krankenhäusern eine zentrale Stellung ein. In den letzten Jahren wurden verstärkt zentrale OP-Bereiche gebildet, die von mehreren Fachrichtungen gemeinsam genutzt werden. Dies erfordert eine abgestimmte Planung, angefangen bei einer Aufteilung der OP-Kapazität in Kontingente, über eine angepasste Personalplanung bis hin zum Monitoring des aktuellen Planes hinsichtlich Verzögerungen und eingeschobener Notfälle.

OP-Planung

Mit einem Planungshorizont von mehreren Wochen macht es wenig Sinn, einen minutengenauen OP-Termin zu vergeben. Zu groß sind die Unwägbarkeiten im Voraus, zu ungenau ist häufig auch die konkrete Operation spezifiziert. Viele Häuser bevorzugen daher, die detaillierte Operationsplanung erst kurzfristig (z.B. am Vortag) durchzuführen.

[OP-Planung] OP-Planung

Nichtsdestotrotz arbeitet ORSOFT for Healthcare bereits bei der Grobplanung so weit wie möglich mit konkreten Terminen. Auf diese Weise ist eine realistische Multiressourcenplanung mit Beachtung der chronologischen Beziehungen zwischen den Terminen und pflegerischen Aktionen möglich. Dem „Grobplaner“ (z.B. Einweisungskoordinator) sollte dabei klar sein, dass sein geplanter Termin zwar bzgl. des Tages i.d.R. stimmt, aber die von ihm ermittelte Uhrzeit nur vorläufig ist.

Darüber hinaus sind mit ORSOFT for Healthcare auch Wunschtermine/ Terminvorgaben planbar wie echte Termine. Eine Bestätigung des Wunschtermines durch den OP-Manager (d.h. die Buchung eines Termines) kann dann einfach per Doppelklick erfolgen.

OP-Statusmonitor

Im Mittelpunkt des Moduls OP-Planung steht ein OP-Statusmonitor, der den aktuellen Stand der OP-Planung auf Basis der OP-Termine (für noch nicht begonnene Operationen) und bereits zurückgemeldeter Zeitmarken (für bereits begonnene bzw. beendete Operationen) zeigt. ORSOFT for Healthcare arbeitet dabei ausschließlich mit den in Cerner i.s.h.med® vorkonfigurierten OP-Zeit-marken bzw. OP-Phasen. Die Darstellung kann als Balkendiagramm oder als Kalender erfolgen. Der angezeigte Zeitbereich ist dabei frei wählbar, Zoomen ist möglich, ebenso die Darstellung eines Zeitbereiches über Mitternacht.

[Übersicht Operationssäle] Übersicht Operationssäle

Der Status einer Operation ist als konfigurierbares Farbschema hinterlegt, OP-Phasen können als Balken im Balken dargestellt werden („Matrjoschka-Balken“). Für begonnene Operationen wird zusätzlich zu den OP- Phasen die geplante Dauer als Rahmenbalken in den Plan projiziert. Ist die geplante Dauer überschritten, wird der OP-Balken bis zum Jetzt-Zeitpunkt verlängert.

Geplante Operationen liegen zunächst an dem Zeitpunkt, für den sie eingeplant wurden. Begonnene Operationen liegen gemäß den rückgemeldeten Zeiten. Auf diese Weise erhält man eine Überlagerung von Plan- und Ist-Zustand: Solange die Operation nicht begonnen wurde, gilt der Plan, mit Beginn der Operation zählen die OP-Zeitmarken. Der OP-Statusmonitor kann aber auch in einer Variante ausgeliefert werden, in der sich noch nicht begonnene Operationen am Jetzt-Zeitpunkt aufreihen und damit eine Warteschlange abbilden.

Funktionsumfang

Der OP-Statusmonitor steht in zwei Ausführungen zur Verfügung:

  • als reiner Anzeige-Monitor, ggf. mit rollierender Darstellung der OP-Säle,
  • als Statusmonitor mit integrierten Planungsfunktionalitäten.

Umfangreiche Planungsfunktionalitäten erlauben,

  • Operationen, die noch nicht begonnen wurden, beliebig bzw. Zeit und Raum im Plan zu verschieben;
  • OP-Termine neu anzulegen und mit Klinischen Aufträgen zu verbinden;
  • Zeitmarken zurückzumelden und zu korrigieren.

Zahlreiche konfigurierbare Ikonen und Alarme zeigen den Patienten im Kontext der Ressourcenbelegung, z.B. wenn Verzögerungen zur nächstangesetzten Operation zu entstehen drohen, und im Kontext seiner eigenen Terminlage, z.B. wenn sich sein angesetzter Operationstermin durch Verschiebungen am OP-Tag nunmehr mit anderen Terminen überschneidet.