Methodik

Zuerst werden die Vergangenheitsdaten wie sie sind statistisch analysiert. Daraus lassen sich Indikatoren bezüglich der Prozess-performance und der Rentabilität gewinnen. Das Ergebnis der statistischen Analyse liefert eine Indikation, welche Prozesse bezüglich des betrachteten Falls und bezüglich der betrachteten Leistungsstelle nicht rentabel sind. Sie sagt jedoch nichts darüber aus, ob sie besser laufen könnten. Dazu sind statistische Verfahren allein nicht geeignet, weil sie zusätzlich zu der analysierten Situation keine alternative Situation erzeugen können.

[Sicht auf Stationsauslastung, wochenweise]Sicht auf Stationsauslastung, wochenweise

Der Mehrwert unserer Methodik gegenüber einem beliebigen statistischen Verfahren ist, dass durch eine Simulation innerhalb der gleichen Rahmenbedingungen ohne eine Veränderung der bestehenden Ressourcen (d.h. gleiches Personal, gleiche OP-Säle, gleiche Schichten) simulativ eine alternative Belegung erzeugt werden kann. Diese alternative Belegung kann mit Hilfe der gleichen Kennzahlen und der gleichen statistischen Verfahren analysiert werden. Die entstehenden Kennzahlen geben damit Auskunft darüber, ob ohne eine Veränderung der Rahmenbedingungen allein durch eine bessere Organisation und ein besseres Prozessmanagement bereits eine Verbesserung möglich ist und wie hoch diese Verbesserung sein kann.

[Strategische Analyse]Strategische Analyse

Konnte im vorhergehenden Schritt bei defizitären Fällen keine Verbesserung allein durch organisatorische Maßnahmen erzielt werden, kann analysiert werden, ob sich Kennzahlen dadurch verbessern lassen, dass man die Rahmenbedingungen verändert. Dies kann durch Zuführung aber auch Reduktion von Kapazitäten geschehen. Zusätzlich können in solch einer strategischen Analyse „was wäre wenn“ Szenarien simuliert werden, die künftige Veränderungen im Portfolio (Stärkung bestimmter Therapieangebote) vorweg nehmen.