Hersteller flexibler Verpackungen

Eine auftragsbezogene, kundenindividuelle Fertigung ist für die Herstellung von Verpackungen typisch. Bei einer mehrstufigen Fertigung werden die Endstufe und teilweise auch die Vorstufen kundenauftragsbezogen (Make-To-Order - MTO) gefertigt. Zwischenstufen hingegen, werden oft lagerbezogen gefertigt (Make-To-Stock - MTS). In einem derartigen Beziehungsgeflecht sind die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Aufträgen für eine ATP- und CTP-Prüfung mit Hilfe des SAP ERP allein schwer zu erschließen.

Für eine kostengünstige Fertigung ist es weiterhin von Bedeutung, dass in jeder Fertigungsstufe mehrere Fertigungsaufträge zusammengefasst werden, so dass bei sequentieller Fertigung keine oder nur minimale Rüstzeiten entstehen. Allerdings führt die Minimierung der Rüstzeiten gleichzeitig zu relativ langen Durchlaufzeiten und damit einem hohen Bestand an unfertiger Ware. Darüber hinaus kollidiert das Ideal von langen Blöcken mit den meist kurzfristigen Kundenterminen.

Die beschriebene Thematik ist typisch für die Verpackungsindustrie bzw. die holz- und papierverarbeitende Industrie.
Einen Großteil der individuellen Anforderungen dieser Industrien bildet die Industrielösung IS-Mill der SAP AG ab. ORSOFT Manufacturing Workbench ermöglicht bei Beibehaltung des SAP-Standards darüber hinaus eine weitere Individualisierung und eine Planung unter Berücksichtigung der Kombination von Make-to-Order (MTO) und Make-to-Stock (MTS).

Sie unterstützt die heuristische Reihenfolgeplanung mit einem Algorithmus, der für eine Menge von Aufträgen für einen Arbeitsplatz eine optimale Sequenz bestimmt. Einflussfaktoren sind, neben den Eckterminen der Aufträge, technologische Parameter, die abhängig von der Technologie (beispielsweise Extrudieren, Drucken, Kaschieren etc.) ausgewählt und gewichtet werden.

Mit dem Supply Chain Alert Monitor wird eine Analyse aller vorhandenen Kundenaufträge bzgl. ihrer termingerechten Belieferung über alle Stufen vorgenommen und die Kapazitäts- und Terminkonflikte, sowie die fehlende Materialverfügbarkeit (Zukaufmaterialien) aufgezeigt. Wenn vorhanden, wird bei der Analyse die statische Verknüpfung der Aufträge über die Zuordnung zur Kundenauftragseinteilung ausgewertet. Ist diese nicht vorhanden, wird die Materialbedarfs- und -bestandsliste eines Materials nach dem Prinzip First-come, First-served (FCFS) ausgewertet. Dieser Monitor ist ein wichtiges Element bei der Beurteilung der Machbarkeit eines Planes.